© Matthias -Claudius-Schule Rheda Förderung der Schüler/innen  in der FÖRDERKLASSE der MCS Migranten, ohne oder nur mit minimalen Deutschkenntnissen werden in der MCS derzeit in einer nicht altershomogenen Förderklasse aufgefangen. Aktuell sind 45 Schülerinnen und Schüler in dieser Klasse. Der Unterricht findet z. Zt. in vier Gruppen verschiedener Sprachstände (1: Neuankömmlinge ohne Grundkenntnisse, 2/3: Fortgeschrittene, 4: Schüler, die auf den Übergang in die Regelklasse vorbereitet werden) statt. Jede Gruppe erhält Unterricht durch Kollegen und Kolleginnen der MCS und durch Kollegen und Kolleginnen der VHS. Ziel dieser Förderklasse ist in erster Linie die Vermittlung von Grundkenntnissen der deutschen Sprache, um die Schüler zu befähigen, am Unterricht der Regelklassen teilzunehmen. Sprache ist die wichtigste Voraussetzung zur Integration Nur mit entsprechenden sprachlichen Voraussetzungen können sie einen regulären Schulabschluss erwerben. In der alters- und leistungsmäßig heterogenen Gruppe wird Wert auf individuelle Förderung gelegt. Ein Übergang der Schüler in eine Gruppe eines höheren Sprachstandes ist jederzeit nach entsprechender Prüfung möglich. In jeder Gruppe findet der Deutschunterricht im Umfang von 8 bis 12 Zeitstunden in der Woche statt. Neben dem Deutschunterricht werden die Schüler auch in anderen Fächern unterrichtet. Der Stundenplan der Gruppe 1 beinhaltet neben Mathematik noch Soziales Lernen und Schwimmen. Die anderen Gruppen werden auch in Sport, Biologie, Erdkunde und Geschichte unterrichtet. Der Unterricht zielt ebenfalls auf eine Erweiterung des Wortschatzes hin. Z. B. in Mathematik erlernen sie neben mathematischen Grundkenntnissen auch die notwendigen Fachbegriffe. Wir versuchen uns am Lehrstoff der Regelklassen zu orientieren. Um die Integration der Schüler zu fördern, nehmen SchülerInnen an den Angeboten am Nachmittag verpflichtend teil. Für die älteren Schüler der Gruppe 4 besteht die Möglichkeit über eine Förderung im Bereich Berufsorientierung auch das dreiwöchige Praktikum zu absolvieren. Am Ende des Halbjahres erhalten alle Schüler ein differenziertes Zeugnis. Die Deutschnote ist eingeteilt in Hörverstehen, Schreiben, Leseverständnis und Sprechen.  Eine Benotung in den anderen Fächern wird je nach Sprachstand vorgenommen. Der Übergang in die Regelklasse erfolgt nicht nach einer festgesetzten Zeit, sondern wird für jeden Schüler individuell entschieden. Die Klassenkonferenz entscheidet zuerst über die Teilnahme an sogenannten Kontaktstunden, in denen der Schüler erste Kontakte mit seiner zukünftigen Regelklasse aufbauen kann. In der letzten Zeit haben wir auch einen Probeunterricht  eingeführt. Dabei nehmen die Schüler für einen gewissen Zeitraum (3 bis 4 Wochen) am gesamten Unterricht der Regelklasse teil Dabei bekommt der Schüler/die Schülerin einen Eindruck von den dort geforderten Leistungen. Wenn diese Kontaktstunden/der Probeunterricht positiv verlaufen, wird über den dauerhaften Verbleib des Schülers in dieser Klasse in der Klassenkonferenz entschieden. In der Regel brauchen die Schüler 2 bis  2,5 Jahre, um dieses Ziel zu erreichen. Schüler, die schon älter sind und das Ziel der Regelklasse nicht mehr erreichen können, werden bei ihrem weiteren Weg in die Berufstätigkeit (z. b. Unterbringung in besonderen Maßnahmen), natürlich in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt, unterstützt.